Studientag "Der Tod und die Seele"

Der Tod ist nur vorstellbar, wenn „auf der anderen Seite“ des Lebens etwas ist: Er wird erlebt als „Grenze zwischen“. Wenn wiederum „auf der anderen Seite“ etwas ist, muss es erfahrbar sein; das ist aber nur möglich, solange man lebt. Das reine „Ausknipsen“ des Lebens lässt sich ebenso wenig erfahren. Im Tod geschieht etwas, das nicht erlebt werden kann. Eine Art „garstiger Graben“ der Nichtwissbarkeit entsteht. Der Mensch hat die „Seele“ erfunden, um sich über den „garstigen Graben“ hinwegzuhelfen, um die Paradoxie dieses Zustandes zu überleben. Die Seele ist im Diesseits und im Jenseits. Nur: Diese Lösung ist selbst paradox.

Der Studientag wird davon handeln, wie man in der Seelsorge mit dieser Nichtwissbarkeit umgehen kann. Vorstellungen der Seele werden dargestellt und daraufhin überprüft, wie sie trotz (oder wegen) der Paradoxie trösten.

Termine

  • Datum: Samstag, 7. Oktober 2017

    Uhrzeit: 9.30 bis 13 Uhr

    Kosten: keine

    Ort:
    Unimedizin Mainz, Gebäude 204, Klinikseelsorge-Räume

    Leitung:
    Dr. Günther Emlein

    Information:
    Anmeldung per Mail an renate.bleier@unimedizin-mainz.de oder telefonisch unter 06131 177219.