Was uns bewegt

Wir sind die bestinformiertesten Menschen der Geschichte. Mit Radio und Fernsehen, Zeitungen, Zeitschriften, Telefon und Handy, Internet und E-Mail und mit Millionen von Büchern steht uns das Wissen der Welt zur Verfügung – und täglich Neues dazu.

Wunderbar und schwierig zugleich, denn leicht wird aus der Fülle ein Übermaß. Mit dem wir uns plagen, das unsere Entschlussfähigkeit lähmt und Entscheidungen verzögert.

Wer nicht sorgfältig strukturiert, erlebt eine mediale Informationsflut, die sich wie das Rauschen eines Wasserfalls anfühlt. Das einzelne Signal, die einzelne Botschaft verschwindet im Hintergrundgeräusch. Wir werden ratlos, dann gleichgültig, glauben uns immer noch gut informiert und  können doch kaum etwas entscheiden.

„In einer Zeit, in der das Wissen mit großer Geschwindigkeit wächst, drohen die wirklich wichtigen Fakten und Informationen im ‚Informationsmüll’ unterzugehen“ schreibt die Kammer der EKD für Bildung und Erziehung, Kinder und Jugend im Vorwort zu ihrer Denkschrift ‚Maße des Menschlichen - Evangelische Perspektiven zur Bildung in der Wissens- und Lerngesellschaft’. „Es geht nicht allein darum, über Wissen zu verfügen, sondern… es richtig zu verarbeiten und anzuwenden.“  Wissensmanagement und lebenslanges Lernen werden als unumgängliche Voraussetzungen für ein erfülltes und erfolgreiches Leben hervorgehoben. Erwachsene können sich bis ins hohe Alter lernend weiterentwickeln.

Das vermehrt Kompetenz und Mündigkeit und stärkt das  Selbstvertrauen. Aber die Veränderungen in unserer Gesellschaft, besonders auf dem Arbeitsmarkt haben aus dem Können längst ein Muss gemacht. Die rasanten Prozesse der globalen Informationsübermittlung reißen viele in einen Strudel der Beschleunigung, bei dem sie nur mit Mühe, manchmal auch gar nicht mitkommen. Wir müssen also nach einem neuen Maßstab für dieses Lernen fragen. „Sind es Not-wendigkeiten oder Maß-losigkeiten, die dazu verpflichten?“ Sind wir dazu verdammt, ewig zu wenig zu wissen? Geben wir den Anspruch auf Reife und Weisheit auf?

Halten wir doch erst einmal ein. Lassen wir uns Zeit zum Nach-denken.  Entwickeln wir Maß und Ziel für das Lernen und setzen wir nicht zuletzt Maßstäbe: unsere Maßstäbe, moralische, ethische, christliche...

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