Auf der Couch in Tunis

Auf der Couch in Tunis

Frankreich, Tunesien 2020 R.: Manele Labidi

Eine Komödie über eine junge Psychoanalytikerin, die von Frankreich in ihre Heimat Tunesien zurückkehrt, dort aber nicht nur bei ihren potenziellen Patienten, sondern auch bei der Bürokratie auf Widerstände bei der Eröffnung einer Praxis stößt.

Warum haben Sie das Thema „Rückkehr in das Land der Eltern“ als Komödie verfilmt?

Manele Labidi: Wenn es um die arabische Welt geht, wird es im Film oft dramatisch und eindimensional. Männer sind Machos, Frauen Opfer, Terrorismus und Islamismus stehen auf der Agenda ganz oben. Diese Klischees wollte ich nicht bedienen, sondern eine alltägliche Geschichte erzählen. Im Krieg oder während der Revolution geht das Leben weiter. Man muss Kinder erziehen, fürs Essen sorgen, alles das tun, was sonst auch so anfällt. Da passt das Komödiengenre mit seiner Tiefe und Vielschichtigkeit und seiner Lust an Subtexten sehr gut. Man kann auch politisch etwas vermitteln, ohne in die Lehrerrolle zu verfallen....... Außerdem zählt Humor zum integralen Bestandteil tunesischer Kultur. Da enden Dramen oft im Absurden. Lachen und Weinen haben die gleiche Dynamik. Wenn ich auf Larmoyanz gesetzt hätte, wäre das an dem Land und seine Menschen total vorbei gegangen. (Auszug aus einem Interview mit der Regisseurin)

 

 

 

Termine

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    DVD neu im Angebot

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