Inuk

Inuk / Le Voyage d'Inuk

grönländisch-französisches Abenteuerdrama, Regisseur Mike Magidson, 2010

Inuk ist die Einzahl von Inuit. So bezeichnen sich die indigenen Volksgruppen, die im arktischen Zentral- und Nordostkanada sowie auf Grönland leben. Gleichzeitig ist es der Name des Hauptprotagonisten des Films, ein in Uummannaq geborener Teenager.
Im Alter von sechs Jahren verliert er seinen Vater, der ins Eis einbricht.
Zum Zeitpunkt der Handlung lebt der mittlerweile Jugendliche mit seiner alkoholabhängigen Mutter in Nuuk, Grönlands Hauptstadt. Er flüchtet regelmäßig von zu Hause und wird schließlich der Obhut seiner Mutter entzogen und kommt in ein Kinderheim. Die Heimmitarbeiterin Aviaaja möchte die Kinder mit der grönländischen Jagdkultur vertraut machen. Sie bittet den Jäger Ikuma um Hilfe und dieser nimmt die Kinder mit auf die Jagd. Als der Jäger ins Eis einbricht, erinnert sich Inuk an seinen Vater und rettet Ikuma das Leben.
Warum sollte man sich den Film zur Corona-Zeit anschauen?
Getragen von sympathischen Laiendarsteller (die Kinder sind tatsächlich aus dem Kinderheim in Uummannaq, das in der Realität von Ann Andreasen, die die Rolle der Sozialarbeiterin in Nuuk spielt, geleitet wird) und den traumhaften Bildern eines eisigen Paradieses, ist es in diesem Kontext nicht schlimm, dass der Film über einen nur dünnen Handlungsverlauf verfügt. Der wahre Star des Films ist die unfassbare Schönheit des ewigen Eises. Die Kamera zeigt beeindruckende Bilder und schafft es damit das Fernweh und die Sehnsucht nach "draußen", die einem in diesen Tagen automatisch überkommen und wohl noch einige Zeit anhalten werden, zu lindern.

 

 

Termine

  • Datum: jederzeit

    Uhrzeit:

    Kosten: keine

    Ort:
    Den kompletten Film gibt es kostenlos und auf Deutsch über Netzkino auf YouTube unter dem Link https://www.youtube.com/watch?v=pqEIGaVCaMU zu sehen.

    Leitung:

    Information:
    Evangelische Erwachsenenbildung Mainz, Tel. 06131 9600421