Im Netz: „An den Wassern zu Babylon saßen sie und weinten…“

Flucht, Vertreibung und die Sehnsucht nach Heimat in Bibel und Literatur

An den Ufern von Babylon, an Euphrat und Tigris wurde geweint, so heißt es im 137. Psalm. Geweint wurde um die verlorene Heimat, aus der ein Großteil der Israeliten verschleppt worden war ins Land des übermächtigen Feindes. Geweint wurde um die Toten, die Kinder, die Ehepartner, die Eltern, die Freunde, die dem Machtstreben und der grausamen Gewalt einer kriegerischen Supermacht zum Opfer gefallen sind. Die Israeliten damals klagten voreinander und miteinander, sie schimpften aufeinander und miteinander und gegen die Feinde – und sie richteten sich gegenseitig auf, indem sie gemeinsam all das Böse nicht zum Teufel, sondern vor Gott wünschten und im Vertrauen auf sein Richten und auch sein Neuaufrichten ihren Weg weitergingen.In der Fremde bewahrten sie ihre Erinnerungen an die Heimat und ihre Sehnsucht, dorthin zurück zu kehren. Diese gemeinsame Erfahrung: Heimat verloren zu haben und sich zurück zu sehnen, stärkte ihr Wirgefühl. Und gemeinsam schafften sie es, die Hoffnung nicht aufzugeben trotz aller Bedrückung und Perspektivlosigkeit. Jahrzehnte stärkten sie sich gegenseitig.

Und am Ende wurden ihre Träume erfüllt, sie kehrten heim nach Jerusalem.

 

 

 

Termine

  • Datum: Jederzeit

    Uhrzeit:

    Kosten: keine

    Ort:
    http://www.bibelundliteratur-mainz.de

    Leitung:
    Isa Mann, Ev. Erwachsenenbildung Mainz Gregor Ziorkewicz, Ev. Stadtkirchenarbeit Mainz Rezitation: Arno Hermer, Schauspieler und Regisseur, Wiesbaden

    Information:
    Das Projekt wird gefördert durch die EKHN Stiftung Evangelische Erwachsenenbildung Telefon 06131 9600421 post@eeb-mainz.de